Die anderen Hände


Meinen ersten Aufenthalt im Krankenhaus werde ich nie vergessen. Als kleiner Junge hatte ich Knochentuberkulose, die damals noch nicht behandelt werden konnte. Als sich mein Zustand verschlechterte, wollte der Arzt einen Eingriff machen, der ohne Narkose zu schmerzhaft gewesen wäre. 

Dr. Hodgen kam mir entgegen, indem er meinem Vater erlaubte, bei der Operation dabei zu sein. Bevor ich mit Äther betäubt wurde, bat ich den Arzt: „Kann ich meinen Vater noch einmal sehen?“ Der Assistent nahm mir die Maske ab, und mein Vater lächelte mir zuversichtlich zu und nahm meine Hand in die seine. Er berührte mich sanft und sagte: „Sei nun tapfer, Henry, es wird schon alles gut werden. Atme tief durch, dann wirst du bald einschlafen. Ich werde bei dir bleiben. „Getröstet durch seine liebevollen Worte, tat ich, wie er mich geheißen hatte, und ich überstand die Operation gut. Die Fürsorge meines Vaters hatte mich von meinen Ängsten befreit und mich beruhigt. Als ich nach der Operation aufwachte, war er immer noch da.

Genauso verhält sich unser Vater im Himmel, wenn wir in Nöten sind. Er hat versprochen, uns bei der Hand zu nehmen und in schweren Stunden bei uns zu sein. Wir können uns auf seine Hilfe verlassen und froh und zuversichtlich in dieser von Leid und Krisen heimgesuchten Welt leben.
(Geschichte aus dem Buch "Brot zum Leben"- Verfasser H.G.B)

Gott streckt uns durch Jesus Christus seine Hände entgegen. Welche Bedeutung haben für uns diese Hände?


1. Segnende Hände

Nach Markus 10,16 legt Jesus seine segnenden Hände auf Kinder und spricht ihnen ohne Vorleistung das Reich Gottes zu. Er streckt seine Hände nach den Geringen aus.

Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; 1. Korinther 1,27 (LUT).


2. Helfende Hände


Jesus geht auf dem Wasser und begegnet seinen Jüngern: „Als ihn Petrus erkannte sprach er: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser. Jesus sprach: Komm her! Da stieg Petrus aus dem Boot und ging auf Jesus zu. Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, rette mich! Jesus, streckte sogleich seine Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum zweifelst du? Und sie stiegen in das Boot und der Wind legte sich. (Nach Matthäus 14,28-32)


3. Bewahrende Hände

Jesus hat seinen Nachfolgern das ewige Leben versprochen und ihnen gesagt, dass sie niemand aus seiner Hand- und niemand aus des Vaters Hand entreißen kann, weil der Vater und der Sohn eins sind. (Nach Johannes 10,28—29)



4. Jesus zeigt seine Hände

Nach der Auferstehung zeigt Jesus den Jüngern seine Hände da sie zweifelten dass er es ist.

Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen solche Gedanken in euer Herz? Seht meine Hände und meine Füße, ich bin's selber. Fasst mich an und seht; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Knochen, wie ihr seht, dass ich sie habe. Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hände und Füße. (Lukas 24,38-40 (LUT).
 


5. Die erhobenen Hände

Vor seiner Himmelfahrt in Bethanien, hebt Jesus seine Hände empor und segnet seine Jünger. Auch verspricht ihnen: dass er bei ihnen bleiben werde jeden Tag, bis zum Ende der Welt.

Menschen kommen und gehen. Oft werden wir durch einen Betriebs- oder Studienwechsel von geliebten Personen getrennt. Oder durch Trennung einer Todesnachricht. Doch Jesus verlässt uns nicht.


6. Anwendung


Was haben wir zu geben? Wir dürfen beten, wie die verfolgten Jünger: „Herr, … strecke deine Hand aus zur Heilung und lass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus“

Wir dürfen die Bibel zur Hand nehmen und die großen Taten Gottes verkündigen:

  • Jesus hat uns einen Mund gegeben, dass wir reden können!

  • Er hat uns Füße gegeben, dass wir gehen können. 

  • Er hat uns gesunde Hände gegeben, dass wir Kranken die Hände auflegen dürfen, und sie gesund werden. 

  • Wir dürfen sagen, dass Jesus am Kreuz von Golgatha hing, und Hände und Füße durchbohren ließ, „auf, dass alle die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“. (Nach 1.Timotheus 2,4).

Seine besondere Fürsorge gilt den Einsamen, den Kranken, den Bedrückten, den Schwermütigen, den Reichen, den Armen, den Leidtragenden, einfach allen Menschen. 


Blogautor: Egon Waechter
Bilder: https://pixabay.com/de/

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