Der Weg in die Freiheit
1. Aus Schuld, Scham, Angst und Überforderung
Die Welt ist komplex, das Leben auch und unsere Gefühlswelt erst recht.
Häufig löst eine Situationen mehrere Emotionen aus. Wir schämen uns, dass wir Angst haben, oder wir handeln aus Überforderung unbesonnen und machen uns schuldig.
Jesus erzählt eine Geschichte, in der ein junger Mann genau des erlebt.
Was bedeutet Freiheit?
Unabhängig, selbständig, Willensfreiheit, Entscheidungsfreiheit. Schon als Kind hatte ich den Freiheitsdrang, Ich sagte: Wenn ich groß bin, mache ich was ich will!
2. Das Vaterhaus
Es war ein wohlhabender Mann, er hatte zwei Söhne, die die Liebe, die Fürsorge, Schutz des Vaters und Teilhaber seines Reichtums genossen. So beschreibt uns Jesus der Herr das ursprüngliche Verhältnis seines himmlischen Vaters zu den Menschen.
Die Abkehr des Sohnes:
Der hatte einen starken Drang nach Freiheit, Selbstverwirklichung. Eines Tages sagte der jüngere Sohn zu seinem Vater: Vater ich will jetzt schon meinen Anteil am Erbe haben. Da teilte der Vater seinen Besitz unter Beiden auf.
Wenige Tage danach verließ sein Sohn das Vaterhaus, bricht alle Brücken hinter sich ab, sowie seine Heimat und zog ins Ausland.
3. Aufenthalt in der Fremde
Dort leistete er sich, was immer er wollte. Er gibt sich allen Freuden der Welt, seinen Lüsten und Begierden hin. Bis er schließlich nichts mehr besaß. Es ging ihm immer schlechter.
Eine gewaltige Hungersnot kommt ins Land. Von den Höhen in die Niederungen des Lebens, wo er beginnt Mangel zu leiden. Der drohende Hungertod führte zur Einsicht, in die Größe seiner Schuld gegen Gott und gegen seinen Vater.
Da ging er in sich. Rettung in Sicht. Plötzlich leicht und selbstverständlich, weil in seiner Finsternis das Licht der Erkenntnis und das Vaterhaus gefallen ist.
Da kam er zur Besinnung: ›Bei meinem Vater hat jeder Arbeiter mehr als genug zu essen, und ich sterbe hier vor Hunger. Ich will zu meinem Vater gehen und ihm sagen: Vater, ich bin schuldig geworden an Gott und an dir. Sieh mich nicht länger als deinen Sohn an, ich bin es nicht mehr wert. Lass mich bitte als Arbeiter bei dir bleiben! Lukas 15,17-19 (HFA)
4. Umkehr und Heimkehr
Der Sohn verließ das Ausland und ging den langen Weg zurück zum Vater ins Vaterhaus.Sein Vater erkannte ihn schon von Weitem. Voller Mitleid fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
Vater‹, sagte der Sohn, ›ich bin schuldig geworden an Gott und an dir. Sieh mich nicht länger als deinen Sohn an, ich bin es nicht mehr wert.‹ Lukas 15,21 (HFA)
5. Die Wiederherstellung
Als der Sohn zurückkommt, nimmt ihn sein Vater in die Familiengemeinschaft wieder auf.
Verschiedene Zeichen zeigen, dass der Vater seinen Sohn wieder vollkommen in dessen Rechte einsetzt:
- Mit dem Kuss und der Umarmung.
- Der Sohn ist kein Sklave.
- Das Prachtgewand zeigt, dass dem Sohn wieder die volle Ehre eines Erben zugesprochen wird.
- Der Siegelring gibt ihm wieder die Vollmacht, im Namen der Familie aufzutreten.
- Die Schuhe, dass er als freier Mann unterwegs ist, denn Sklaven gingen barfuß
6. Wege in die Freiheit
Aus Schuld, Scham, Angst und Überforderung. Diese Geschichte zeigt uns Menschen den Weg in die Freiheit.
Schritte zur Freiheit:
Autor: Edith Waechter
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